Planspiel Papierfabrik
Was wäre, wenn …? Spielen Sie selbst durch, wie viel Verkehr unterschiedliche Nutzungen auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik erzeugen würden – und wo es dann eng wird.
Im Gemeinderat diskutieren wir, was auf den rund 18 Hektar der ehemaligen Papierfabrik entstehen soll: Logistik, Industrie und Gewerbe, die wir für unsere Gewerbesteuereinnahmen dringend brauchen, aber auch Wohnen, Sport, Kultur oder Grünflächen. Für viele Raublingerinnen und Raublinger ist dabei eine Frage entscheidend: Was bedeutet das für den Verkehr?
Mit diesem Planspiel können Sie das selbst ausprobieren – direkt hier unten, Erklärungen und Methode folgen darunter.
Planspiel erst auf Klick: Dabei werden Kartendaten von OpenStreetMap abgerufen und Ihre IP-Adresse an die OpenStreetMap Foundation übertragen. Ihre Wahl wird im Browser gespeichert und ist unter der Karte widerrufbar. Datenschutz
Messdaten © TomTom · Karte und Routen © OpenStreetMap-Mitwirkende · Planspiel im Vollbild öffnen ·
So funktioniert das Planspiel · Methode & Quellen
So geht es:
- Fläche verteilen: Wählen Sie eine oder mehrere Nutzungen und verteilen Sie die Fläche in Schritten von einem halben Hektar. Ein Teil der Fläche ist für Straßen und Wege reserviert.
- Zufahrten festlegen: Heute sind Zufahrten im Süden und in der Mitte möglich, eine neue im Norden wäre denkbar.
- Ergebnis ansehen: Wie viel zusätzlicher Verkehr entsteht – und wann? Die Karte zeigt für jede Stunde der Woche, welche Straßen wie stark zusätzlich belastet würden und wo es heute zu dieser Zeit schon oft staut.
- Vergleichen und teilen: Stellen Sie zwei Varianten gegenüber und teilen Sie Ihre Variante per Link.
Wie gerechnet wird: Damit sich ganz unterschiedliche Nutzungen vergleichen lassen, rechnet das Planspiel den gesamten Verkehr in Pkw-Einheiten (Pkw-E) um. Ein Lkw zählt dabei je nach Größe wie anderthalb bis zweieinhalb Pkw, weil er mehr Platz braucht und langsamer anfährt. Die Verkehrsmengen je Hektar beruhen auf Richtwerten der Verkehrsplanung und werden aus nachvollziehbaren Kenngrößen hergeleitet – etwa Beschäftigte, Einwohner, Kunden oder Fahrzeuge je Hektar. Der Rechenweg steht bei jeder Nutzung unter „Annahmen & Methode“.
Ausblick: Derzeit zeigt das Planspiel, wie viel zusätzlicher Verkehr wo und wann entsteht und ob er auf Straßen trifft, die heute zu dieser Zeit schon oft stauen. Sobald genügend Messwochen vorliegen – voraussichtlich ab Mitte November – wird zusätzlich abgeschätzt, wie sich das Tempo auf den betroffenen Straßen verändert.
Wichtig: Das ist ein Planspiel zum Vergleichen von Varianten, kein Verkehrsgutachten. Die Ausgangslage stammt aus den Messungen der Verkehrskarte, die seit dem 2. Oktober 2026 alle 15 Minuten aktualisiert werden – je länger gemessen wird, desto aussagekräftiger wird das Planspiel.
Methode & Quellen
Das Verkehrsaufkommen jeder Nutzung wird so geschätzt, wie es in der Verkehrsplanung üblich ist:
- Personenverkehr = Personen je Hektar × Anwesenheit × Wege je Person × Anteil mit dem Auto ÷ Personen je Auto
- Fahrzeugverkehr = Fahrzeuge je Hektar × Fahrten je Fahrzeug × Pkw-E-Faktor (Transporter 1,0 · kleiner Lkw 1,5 · Lkw 2,0 · Sattelzug 2,5)
- dazu Zuschläge für Besuch, Handwerker und Lieferdienste sowie beim Handel ein Abschlag für Kunden, die ohnehin vorbeifahren
Jede Kenngröße hat eine Spanne, daraus ergeben sich die Intensitäten „gering“, „mittel“ und „hoch“. Ein Tagesprofil verteilt den Verkehr auf die Stunden der Woche, Richtungsanteile auf die Ziele (A8, A93, Rosenheim, Inntal, Neubeuern, Ort). Die Wege dorthin stammen aus OpenStreetMap. Auf jedem Straßenabschnitt wird der Zusatzverkehr mit der Kapazität der Straße verglichen und mit den gemessenen Verhältnissen zur selben Stunde kombiniert.
Richtwerte nach:
- D. Bosserhoff: Abschätzung des Verkehrsaufkommens durch Vorhaben der Bauleitplanung (Programm „Ver_Bau“)
- Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): Hinweise zur Schätzung des Verkehrsaufkommens von Gebietstypen
- FGSV: Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) – Pkw-Einheiten
- Bundesministerium für Digitales und Verkehr: Mobilität in Deutschland (MiD) – Wege je Person und Verkehrsmittelwahl im ländlichen Raum
Nicht abgebildet sind Ausweichverkehr, das Geschehen an einzelnen Kreuzungen und Ampeln sowie eine Verlagerung auf Bus, Bahn oder Rad. Deshalb eignet sich das Planspiel zum Vergleichen von Varianten, nicht für absolute Aussagen. Messdaten: TomTom · Karte und Wege: © OpenStreetMap-Mitwirkende.